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Fahrraddiebstahl versichern
Fahrraddiebstahl versichern
Das ganze Jahr ist Hochsaison bei
Fahrraddieben. Deshalb sollten sich insbesondere die Besitzer eines
teuren Fahrrades Gedanken über eine Versicherung gegen Diebstahl
machen. Welche Versicherung zahlt bei Fahrraddiebstahl?
Hausratversicherung
Für
ein gestohlenes Fahrrad kommt unter bestimmten Umständen Ihre
Hausratversicherung auf. Beispielsweise wenn Ihr Fahrrad bei einem
Einbruchdiebstahl aus der Wohnung oder den dazugehörigen Räumen (wie
Keller oder Garage) gestohlen wurde. Die Höhe der Entschädigung ist in
der Regel auf ein Prozent der Versicherungssumme begrenzt. Wie der
Versicherungsschutz genau geregelt ist steht in den Bedingungen Ihres
Versicherers.
Fahrraddiebstahl-Versicherung
Die
Fahrraddiebstahl-Versicherung ist besonders sinnvoll, wenn Sie ein
teures Fahrrad haben und viel damit unterwegs sind. Manche Sportbikes
sind bis zu mehrere tausend Euro wert.
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Versichert sind in der Regel
Verlust oder Beschädigung des Rads durch Diebstahl und andere Gefahren,
z. B. Raub, Unterschlagung, Verwechslung, Brand, Blitzschlag,
Explosion, Transport oder Unfälle verschiedenster Art.
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Die Fahrradpolicen können als Teil- oder auch als Vollkaskoversicherung abgeschlossen werden.
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Grundlage der Fahrradversicherung sind entweder Neu- oder Zeitwert des Fahrrads.
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Wenn das Rad geklaut wird,
gibt es entweder Geld oder ein neues Fahrrad, "Naturalersatz" heißt es
im Versicherungsjargon. Ersetzt wird in der Regel die
Versicherungssumme abzüglich zehn Prozent Selbstbeteiligung.
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Ab dem zweiten
Versicherungsjahr wird die Entschädigungssumme jährlich um ein paar
Prozentpunkte gekürzt. Grund: Das Rad wird älter und verliert an Wert.
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Versicherungsbeiträge: In der
Regel rund zehn Prozent der Versicherungssumme pro Jahr, z. B. bei
einer Versicherungssumme von 1.000 Euro kostet die Versicherung
jährlich 100 Euro.
Fahrrad sichern
Leichtes
Spiel haben Langfinger, wenn das Fahrrad nur über ein herkömmliches,
fest am Rahmen montiertes Speichenschloss gesichert ist. Denn Diebe
können das Rad einfach wegtragen. Diese Schlösser sind zur Sicherung
von Fahrrädern nicht geeignet. Auch dünne Ketten oder Spiralschlösser
bieten keine ausreichende Sicherung. Grundsätzlich gilt: Kein Schloss
bietet hundertprozentigen Schutz vor Diebstahl, vor allem dann nicht,
wenn Profis am Werk sind. Achten Sie deshalb besonders darauf, das
Fahrrad richtig und sicher zu "parken".
Zertifizierte Fabrikate
Wer
beim Kauf eines Zweiradschlosses nur nach Preis und nicht nach Qualität
entscheidet, hat möglicherweise am falschen Ende gespart. Die VdS
Schadenverhütung GmbH in Köln hat das Problem erkannt und unterzieht
Zweiradschlösser einem Härtetest. Überprüft werden zum Beispiel der
Schließbügel aber auch die Widerstandsfähigkeit der Kettenglieder. Die
VdS-Fachleute versuchen die Schlösser mit roher Gewalt zu öffnen.
Außerdem
muss das Testschloss "beweisen", dass es einem Bolzenschneider und
einer Eisensäge standhält. Spezielle Korrosionsprüfungen garantieren
zudem die Alltagstauglichkeit der Schlösser bei unterschiedlichen
Witterungsverhältnissen. Überstehen die Schlösser diese Prüfungen,
bekommen sie die VdS-Anerkennung, das heißt sie sind als
Diebstahlschutz für Motorräder, Leichtkrafträder und Fahrräder
geeignet.
Zweiradschlösser werden in den Klassen A und B
anerkannt. Schlösser der Klasse A werden für Fahrräder, Schlösser der
Klasse B für Motorräder empfohlen.
Sicherungs-Tipps
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Schließen Sie Rahmen sowie
Vor- und Hinterrad des Fahrrades an einen festen Fahrradständer oder an
fest verankerte Gegenstände - auch wenn Sie sich nur kurz entfernen.
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Einzelne Fahrradteile, wie zum Beispiel Sattel, Vorder- oder Hinterrad, sollten gesichert, abmontiert und mitgenommen werden.
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Stellen Sie Ihr Rad nicht an einsamen Plätzen oder uneinsehbaren Straßen ab. Diebe arbeiten bevorzugt unbeobachtet.
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Vermeiden Sie ebenso riesige
Fahrradabstellplätze, wie etwa an Bahnhöfen. Hier schlagen Diebe häufig
zu, weil es kaum auffällt, wenn sie sich an einem fremden Fahrrad zu
schaffen machen.
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Individuelle Merkmale
machen Ihr Rad unverwechselbar und schützen vor Diebstahl. Solch
ein Rad wird der Dieb schlechter los.
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Nutzen Sie die Möglichkeit der Codierung, sofern Sie in Ihrer Gemeinde, beziehungsweise Ihrem Wohnort angeboten wird.
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Notieren Sie alle wesentlichen
Informationen wie Rahmennummer, Fabrikat und besondere Merkmale Ihres
Fahrrades in einem Fahrradpass, den Sie bei Ihrem Fahrradhändler, der
Polizei oder Ihrer Versicherung erhalten.
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Lassen Sie Ihr Fahrrad
zwischen 22.00 Uhr abends und 6.00 Uhr morgens nicht im Freien stehen,
wenn Sie es in dieser Zeit nicht brauchen. Um Ihren Versicherungsschutz
nicht zu gefährden, stellen Sie Ihr Fahrrad in einer Garage, im
Fahrradkeller oder an einem anderen geeigneten Ort ab und sichern Sie
es ausreichend.
Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.
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