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Willkommen
bei Fahrradsaturn
News:
Die Radfahrer
retten das Klima. Ein bisschen jedenfalls. Würden die
Deutschen
1320 Kilometer im Jahr mit dem Rad zurücklegen, dann
könnte
der CO2-Ausstoß um bis zu 13 Millionen Tonnen/Jahr reduziert
werden, schätzt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC).
Heute
sind es im Schnitt 300 Kilometer. Jeder mit
dem Fahrrad anstelle mit dem PKW zurückgelegte Kilometer
entlastet die Umwelt um circa 140 Gramm CO2.
Also: Statt mit dem Billigflieger ans Mittelmeer, auf dem Fahrrad
durchs Mittelgebirge. Völlig abwegig ist das nicht. Fast 21
Millionen der deutschen Urlauber über 14 Jahre
nutzten im
vergangenen Jahr das Fahrrad als
„Urlaubsaktivität“,
wie der ADFC in seiner Radreiseanalyse schreibt. Auf dem beliebtesten
Radweg an der Elbe zählten die Statistiker 145 000 Radfahrer.
Und
die bringen der Gästewirtschaft gutes Geld: Neun Tage waren
die
Radfahrer im Schnitt an der Elbe unterwegs und gaben 630 Euro aus.
Die Entwicklung wird deutlich bei der Zahl der Bett-&-Bike-Betriebe:
Vor zehn Jahren zählten ein paar hundert Hotels und Pensionen
dazu, derzeit werben 4651 Häuser mit einem besonderen Service
um
die Radfahrer. Diese Betriebe nehmen Gäste auch für
eine
Nacht auf, haben abschließbare Fahrradräume und
halten
Werkzeug und Kartenmaterial bereit. Für die deutsche
Tourismuswirtschaft sind Reisende auf dem Rad hochinteressant, denn
fast vier Fünftel der Radreisenden machen ihre Tour
hierzulande,
vorzugsweise an den großen Flüssen. Die wichtigsten
Auslandsziele sind Österreich, Frankreich, Italien und die
Schweiz. Die Schweiz ist zwar teuer, hat aber nach
Einschätzung
des ADFC das beste Radwegenetz in Europa.
In Deutschland sind bisher erst drei Radwege vom ADFC ausgezeichnet
worden, der Fürst-Pückler-Weg
in der Lausitz, der Lahntalradweg
und zuletzt eine dritte Route zwischen Rhön und Main. Ein
hervorragender Radweg zeichnet sich nicht nur wegen der guten
Befahrbarkeit aus, sondern auch durch gute Ausschilderung. Der ADFC
arbeitet an zwölf sogenannten D-Netz-Routen mit insgesamt
knapp 12
000 Kilometern Länge, sozusagen die großen
Radverkehrsadern
durchs ganze Land. Die sind auch Bestandteil des Nationalen
Radverkehrsplans der Bundesregierung für die Dekade 2002 bis
2012.
Der Bund gibt im Jahr etwa zwei Millionen Euro aus, um mit
Broschüren und Veranstaltungen die Radinfrastruktur bekannt zu
machen.
Radfernwege, die mindestens 100 Kilometer lang sind, gibt es inzwischen
gut 200. Das ist reichlich, wie es selbst beim ADFC heißt.
Handlungsbedarf gibt es noch bei der Qualität, vor allem der
Wegweisung, die trotz aufkommender GPS-Navigationssysteme noch immer
gebraucht wird. Auch für die Ausländer
übrigens: Immer
mehr Österreicher, Schweizer, Holländer und
Skandinavier sind
auf den deutschen Radwegen unterwegs. An der Elbe liegt ihr Anteil bei
sechs Prozent. Da ist noch Potenzial nach oben.
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